Siegelrandbeutel / Vakuumbeutel, 70 µ
Siegelrandbeutel beziehungsweise Vakuumbeutel mit einer Folienstärke von 70 µ gehören zu den etablierten Verpackungslösungen für das professionelle Vakuumieren von Lebensmitteln und technischen Produkten. Sie werden überall dort eingesetzt, wo Produkte luftdicht verpackt, vor äußeren Einflüssen geschützt und ihre Haltbarkeit verlängert werden sollen. Die Kombination aus mehrschichtigem Folienaufbau, definierter Materialstärke und präziser Siegelrandgeometrie macht diese Beutel zu einem zuverlässigen Bestandteil moderner Verpackungsprozesse. Siegelrandbeutel 70 µ eignen sich insbesondere für Anwendungen, bei denen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Flexibilität, Materialeinsatz und Schutzwirkung gefordert ist. Typische Einsatzbereiche finden sich in der Lebensmittelverarbeitung, in Metzgereien, Gastronomiebetrieben, im Handel sowie in industriellen Verpackungs- und Konfektionierungsprozessen.
Grundprinzip der Vakuumverpackung
Das Grundprinzip der Vakuumverpackung besteht darin, Luft und Sauerstoff aus dem Beutelinneren zu entfernen und den Beutel anschließend gasdicht zu verschließen. Durch den Entzug von Sauerstoff werden Oxidationsprozesse verlangsamt und das Wachstum aerober Mikroorganismen reduziert. Siegelrandbeutel sind speziell dafür ausgelegt, diesen Prozess zuverlässig zu unterstützen. Der umlaufende Siegelrand sorgt für eine gleichmäßige, stabile Schweißnaht, die das erreichte Vakuum dauerhaft hält. Die Folienstärke von 70 µ bietet dabei einen praxisgerechten Kompromiss zwischen mechanischer Stabilität und guter Anpassungsfähigkeit an das Packgut.
Materialaufbau und Folienstruktur
Siegelrandbeutel mit 70 µ bestehen in der Regel aus einem mehrschichtigen Verbundmaterial, meist auf Basis von PA (Polyamid) und PE (Polyethylen). Die PA-Schicht übernimmt die Funktion der Sauerstoffbarriere und sorgt für eine geringe Gasdurchlässigkeit, während die PE-Schicht für die Siegelbarkeit und eine gute Schweißnaht verantwortlich ist. Durch diese Materialkombination entsteht ein Beutel, der sowohl mechanisch belastbar als auch flexibel genug ist, um sich dem Inhalt anzupassen. Die definierte Folienstärke gewährleistet eine gleichbleibende Qualität über alle Beutel hinweg und unterstützt reproduzierbare Verpackungsergebnisse.
Siegelrandgeometrie und Schweißsicherheit
Ein wesentliches Merkmal von Siegelrandbeuteln ist die umlaufende Schweißnaht an allen vier Seiten. Diese sogenannte Siegelrandgeometrie ermöglicht eine gleichmäßige Druckverteilung beim Verschweißen und reduziert das Risiko von Undichtigkeiten. Gerade bei Produkten mit Kanten, unregelmäßigen Formen oder variierendem Füllvolumen sorgt der breite Siegelrand für zusätzliche Sicherheit. In Kombination mit geeigneten Vakuumkammermaschinen lassen sich reproduzierbare, dichte Verschlüsse erzielen, die auch bei längerer Lagerung stabil bleiben.
Herstellung von Siegelrandbeuteln
Die Herstellung von Siegelrandbeuteln erfolgt in mehreren präzise abgestimmten Produktionsschritten. Zunächst werden die einzelnen Folienschichten im Coextrusionsverfahren zu einem mehrschichtigen Verbundmaterial verarbeitet. Anschließend wird die Folie zugeschnitten und zu Beuteln konfektioniert. Die Schweißnähte entstehen durch kontrollierte thermische Siegelprozesse, bei denen Temperatur, Druck und Zeit exakt aufeinander abgestimmt sind. Abschließende Qualitätskontrollen überprüfen Nahtfestigkeit, Materialstärke und Dichtheit, um eine gleichbleibend hohe Produktqualität sicherzustellen.
Typische Einsatzbereiche
Siegelrandbeutel 70 µ werden vor allem in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt, etwa für Fleisch, Fisch, Käse, Wurstwaren oder vorportionierte Speisen. Darüber hinaus finden sie Anwendung in der Gastronomie, im Catering sowie im Einzelhandel. Auch im Non-Food-Bereich werden sie genutzt, beispielsweise für technische Bauteile, Ersatzteile oder empfindliche Komponenten, die vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt werden müssen. Durch ihre vielseitigen Eigenschaften lassen sich Siegelrandbeutel flexibel in unterschiedliche Verpackungskonzepte integrieren.
Stichwortartige Vorteile
• Folienstärke 70 µ für ausgewogene Stabilität
• Mehrschichtiger PA/PE-Verbund
• Hohe Sauerstoffbarriere
• Umlaufender Siegelrand für sichere Schweißnähte
• Geeignet für Vakuumkammermaschinen
• Lebensmitteltauglich und geschmacksneutral
• Gute Anpassungsfähigkeit an das Packgut
• Vielseitig einsetzbar in Food- und Non-Food-Bereichen
Passende Ergänzungen
Siegelrandbeutel / Vakuumbeutel, 90 µ – erhöhte Materialstärke für schwere oder kantige Produkte.
Siegelrandbeutel / Vakuumbeutel mit Standarddruck – zur klaren Kennzeichnung im Verpackungsprozess.
Vakuumschlauchbeutel, 90 µ – flexibel konfektionierbar für variable Längen.
Vakuumschlauch-Kochbeutel, 90 µ – temperaturbeständig für Koch- und Sous-vide-Anwendungen.
PERFOVAC-Vakuumbeutel, goffriert – strukturiert für den Einsatz mit Außen-Vakuumiergeräten.
Häufig gestellte Fragen
Wofür werden Siegelrandbeutel 70 µ eingesetzt?
Zum luftdichten Verpacken von Lebensmitteln und technischen Produkten.
Welche Maschinen sind für diese Beutel geeignet?
Sie sind für Vakuumkammermaschinen konzipiert.
Was bedeutet die Folienstärke von 70 µ?
Sie beschreibt die Materialdicke und beeinflusst Stabilität und Schutzwirkung.
Sind die Beutel lebensmitteltauglich?
Ja, sie sind für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet.
Welche Vorteile bietet der umlaufende Siegelrand?
Er sorgt für besonders sichere und dichte Schweißnähte.
Können auch Non-Food-Produkte verpackt werden?
Ja, etwa technische Teile oder empfindliche Komponenten.
Wie werden die Beutel hergestellt?
Durch Coextrusion, Zuschnitt und thermisches Verschweißen.
Welche Rolle spielt die PA-Schicht?
Sie sorgt für die Sauerstoffbarriere.
Unterscheiden sich 70 µ und 90 µ deutlich?
Ja, 90 µ bietet eine höhere mechanische Belastbarkeit.
Sind verschiedene Größen verfügbar?
Siegelrandbeutel sind in unterschiedlichen Abmessungen erhältlich.




